Die Rückkehr der Makros... Drucken E-Mail
Geschrieben von: Alfi   
Mittwoch, den 03. Juni 2009 um 15:09 Uhr

Ruhrauen 3 Nach vielen Eindrücken aus längst vergangenen Zeiten habe ich das schöne Wetter und das tolle Licht der frühen Abendsonne ausgenutzt und bin in mein bevorzugtes Jagdrevier für Makroaufnahmen gefahren. Aber ohje - ich war zu spät, und das hohe Gras auf dem besten Weg zum Heu.

Nun ja, Improvisation ist alles und der Nebenarm der Ruhr nicht weit. Im Nachhinein ein echter Glücksfall, weil ich dort wirklich viele Insekten auf digitales Zelluloid bannen konnte.


Westliche Keiljungfer Bereits auf dem Weg posierten die ersten Libellen. Mit stoischer Ruhe ließ ein besonders schönes Exemplar der westlichen Keiljungfer meine Annäherungsversuche über sich ergehen. Bei den herrschenden Temperaturen hätte ich es ihr wohl gleichgetan...

Direkt am Flussufer eines Nebenarmes der Ruhr waren dann viele weitere Exemplare zu sehen. Besonders häufig gesehen habe ich Exemplare des Spitzenflecks sowie einige Päärchen der Hufeisen-Azurjungern bei der Kopulation.

Spitzenfleck 1 Spitzenfleck 2 Ruhrauen 4
Ein Spitzenfleck sonnt sich... Diese beiden Hufeisen-
Azurjungfern hingegen nicht

Beim Spitzenfleck geben die beiden seitlichen schwarzen Flecken einen deutlichen Hinweis darauf, dass dieses Männchen bereits eine oder mehrere Kopulationen vollzogen hat. Sie entstehen während der Paarung , wenn sich das Weibchen mit seinen Beinen am Körper des Männchens festklammert.

Distelbock Ein Stückchen weiter im mittelhohen Gewächs direkt in Ufernähe kam mir dieser Distelbock vor die Linse.

Bevorzugter Lebensraum dieser Gattung sind Brennesseln und Disteln. So auch hier, wie mir trotz langen Hosenbeinen nicht verborgen geblieben ist.

Gemeine Skorpionsfliege (Männchen) Gemeine Skorpionsfliege (Weibchen) Quasi nebenan auf dem Nachbarstrauch waren zwei Skorpionsfliegen heimisch.

Den Namen haben sie vom Fortsatz am Hinterleib, der dem Stachel eines Skorpions sehr ähnelt. Beim Weibchen ist er nicht ganz so ausgeprägt wie beim Männchen.

Ebenfalls ein Distelfan ist dieser Asiatische Marienkäfer, der wie ein Derwisch auf den Blättern herumflitzte. Nach kurzer Zeit war mir klar, was ihn so auf Trab gehalten hat - Hunger. Das Abendbrot war zum Glück nicht fern - und in reichlicher Zahl vorhanden.

Asiatischer Marienkäfer 1 Asiatischer Marienkäfer 2 Asiatischer Marienkäfer (Mittagstisch)
Ein Asiatischer Marienkäfer auf dem Weg zum Abendessen

Weiter gehts mit einigen Käfern, die ich ebenfalls direkt am Flussufer gesichtet habe. Neben einem Weichkäfer (Cantharis cryptica) entdeckte ich zwei Rüsselkäfer.

Weichkäfer Rüsselkäfer Grünrüssler 1
Ein Weichkäfer Ein Larinus planus
Ein Grünrüssler

Den Abschluss bildet ein Grüner Scheinbockkäfer. Nicht zu unrecht wird er auch als der Bodybuilder unter den Käfern bezeichnet. Ein Blick auf seine übermäßig ausgebildeten Hinterbeinsegmente erklärt schnell, woher diese Bezeichnung wohl stammen mag. Ob die Kombination mit seiner Bezeichnung "Scheinbock" nun ein zufälliges Zusammenspiel ist, mag der geneigte Leser selbst für sich entscheiden...

Grüner Scheinbockkäfer 1 Grüner Scheinbockkäfer 2
Der Grüne Scheinbockkäfer Gut zu sehen sind die ausge-
prägten Hinterbeinsegmente


Zu guter Letzt bleibt mir nur der Dank an all die lieben Mitglieder des Insektenfotos.de-Forums, die mir bei der Bestimmung der ganzen Arten geholfen haben. Vielen Dank für Eure Geduld Wink

Für alle, die hier auch einmal auf die Jagd gehen wollen, folgt noch zum Abschluss der Ort des Geschehens... Viel Spaß!




 

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