| Eisenbahnmuseum Bochum Dahlhausen |
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| Geschrieben von: Alfi | ||||||
| Freitag, den 19. Juni 2009 um 00:00 Uhr | ||||||
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Also auf zum alten Bahnbetriebswerk Bochum Dahlhausen. Direkt an der Ruhr befindet sich das Eisenbahnmuseum, das gleichzeitig ein Ankerpunkt der Route der Industriekultur ist.
Baubeginn der Anlage war 1916, zunächst nur für Reparatur- und Wartungsarbeiten benachbarter Bahnbetriebswerke. Ab 1925 wurde das Bahnbetriebswerk erwachsen und bekam seinen eigenen Fuhrpark nebst dazu gehörendem Personal. Haupteinsatzbereich war - im Ruhrgebiet schon fast selbstverständlich - die Wartung schwerer Güterzug-Dampflokomotiven für den Transport von Kohle.
Bis zum Ende der 50er Jahre wuchs der Bahnbestand auf durchschnittlich 50 Lokomotiven und mehr als 500 Mitarbeiter an. Nach regen Kohletransport zu Zeiten des Wirtschaftswunders sank mit der Schließung der Zechen der Bedarf an den hohen Güterverkehrkapazitäten und führte zu einem schrittweisen Rückbau des Bahnbetriebswerkes.
Die Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte e.V. hat seit 1968 das Bahnbetriebswerk in den Zustand der Hochzeit der Dampflokomotiven zurückversetzt.
Soviel zum geschichtlichen Exkurs, was erwartet den Besucher der Anlage?
Die großzüge Freianlage bietet viele Exponate, die entdeckt und bestaunt werden wollen. Auf den zahlreichen Gleisen werden beispielsweise an den Museumstagen ganze Züge präsentiert.
Das Prunkstück des Museums ist ein noch voll funktionbereiter Straßen-Schienenomnibus BS 300. Es ist wahrscheinlich das letzte der einst gebauten 50 Exemplare. Entwickelt wurde der BS300 vom Nordwestdeutschen Fahrzeugbau (NWF) im Jahre 1953 für den kombinierten Einsatz auf der Straße und auf der Schiene. Mit einer Hydraulik kann der Bus auf zwei Radsätze gehoben werden und so auf der Schiene fahren.
Nachdem man die Gleise überquert hat, erwarten den Besucher in der dort befindlichen Halle etliche Waggons, vom mehr oder weniger originären Zustand bis hin zur vollständigen Restauration.
Ein weiteres interessantes Exponat ist ein komplett restaurierter Postwaggon. Er liefert einen Einblick in vergangene Zeiten, in denen die Post noch während der Fahrt und von Hand sortiert wurde.
Verlässt man die Halle am anderen Ende, so blickt man direkt auf die museumseigenen Bahnsteige. Hier kann standesgemäß an- und abgereist werden.
Bei Sonderveranstaltungen wie den bereits erwähnten Museumstagen wird dem bahninteressierten Besucher viel Rahmenprogramm geboten. Neben Führerstandsfahrten im großen und kleinen Stil können diverse Museumszüge von außen und innen bewundert werden. "Besuch" von außerhalb bietet zusätzliche Anreize für erneute Besuche.
Der Faszination der Ära der Dampflokomotiven kann man sich nur schwerlich verschließen. Dies gilt wohl nachwievor für Groß und Klein.
Abrundung bot (zumindest dieses Jahr im April) die Börse in einer Halle hinter dem Ringlokschuppen, in dem der Modelleisenbahner seinen Bestand hemmungslos erweitern konnte. Eisenbahnzubehör und Literatur fand ebenfalls großen Zuspruch.
Wer die Museumstage im April verpasst hat, braucht sich nicht zu ärgern. Im September bietet sich eine erneute Chance, das Spektakel zu besuchen. Unbedingt vormerken!
In der Galerie finden sich sowohl im eigenen Bereich des Eisenbahnmuseums als auch im Eisenbahnbereich viele weitere Bilder aus der Welt der Eisenbahnen...Abschließend hier ein Link zum Ort des Geschehens für die eigene Anreise. Viel Spaß im Eisenbahnmuseum in Bochum Dahlhausen.
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